Clicks communicator: der überraschende comeback-kandidat für tastatur-fans
Man hätte es nicht erwartet, aber Clicks, bekannt für ihre innovativen iPhone-Tastaturzubehörteile, wagt den Sprung ins Smartphone-Geschäft. Und das Ergebnis, der Clicks Communicator, ist alles andere als ein bloßer Retro-Versuch – er könnte tatsächlich eine Nische füllen, die viele Hersteller übersehen haben.

Ein smartphone mit ecken und kanten – im positiven sinne
Das Gerät präsentiert sich mit einem ungewöhnlichen, fast schon kantigen Design. Das Gehäuse ist kompakt und robust, und das Herzstück ist zweifellos die physische QWERTY-Tastatur. Wer die haptische Rückmeldung und die Präzision einer echten Tastatur schätzt, wird hier auf seine Kosten kommen. Ich gestehe, ich war skeptisch. Die meisten Versuche, Touchscreens durch physische Eingaben zu ersetzen, scheitern kläglich an der Benutzerfreundlichkeit. Doch der erste Eindruck beim Mobile World Congress war vielversprechend.
Was den Communicator auszeichnet, ist nicht nur die Tastatur selbst, sondern auch die durchdachte Gesamtkonzeption. Das Unternehmen hat auf Fan-Favoriten wie einen microSD-Kartensteckplatz und einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss gesetzt – Features, die bei modernen Smartphones immer seltener werden. Und dann sind da noch die austauschbaren Rückseiten, die dem Gerät eine individuelle Note verleihen. Eine clevere Idee, um das Smartphone optisch aufzufrischen, ohne gleich ein neues Gerät kaufen zu müssen.
Ein Launcher, der passt Der Clou ist die Partnerschaft mit Niagara Launcher. Dieser Launcher legt den Fokus auf Effizienz und Konzentration und verzichtet auf unnötige Ablenkungen. Das Ergebnis ist eine intuitive Benutzeroberfläche, die sich perfekt mit der physischen Tastatur ergänzt. Die Homescreen zeigt eine übersichtliche Liste von Benachrichtigungen und App-Einträgen, die sich mit einfachen Handbewegungen steuern lässt. Es ist ein Zusammenspiel, das mehr als die Summe seiner Teile ist.
Besonders beeindruckt hat mich die Leidenschaft, mit der das Clicks-Team hinter dem Produkt steht. Jeff Gadway, der Marketingchef, ist kein bloßer Sprecher, sondern ein überzeugter Verfechter der Philosophie hinter dem Communicator. Er versteht es, die Vorteile des Geräts zu vermitteln und die Zielgruppe anzusprechen – Menschen, die eine Alternative zu den omnipräsenten, ablenkungsreichen Smartphones suchen.
Die Tastatur selbst ist deutlich großzügiger als die bei den iPhone-Zubehörteilen, was das Tippen angenehmer macht. Natürlich muss man sich erst einmal daran gewöhnen, aber ich sehe durchaus Potenzial, dass man damit schneller tippen kann als auf einer virtuellen Tastatur. Die Dummies, die ich ausprobieren konnte, gaben bereits einen guten Eindruck von der Qualität und dem Anfassgefühl.
Ein Preis, der überzeugt Der Clicks Communicator wird voraussichtlich im Laufe des zweiten Quartals auf den Markt kommen. Wer sich jetzt vorab registriert, sichert sich ein Early-Bird-Angebot von 399 Euro und erhält zusätzlich zwei Bonus-Rückseiten. Das ist ein fairer Preis für ein Smartphone, das sich durch seine Einzigartigkeit und seinen Fokus auf Produktivität aus der Masse hervorhebt. Mit einer MediaTek Dimensity 8300, 256 GB Speicherplatz (erweiterbar per microSD) und einem 4-Zoll AMOLED-Display mag der Communicator auf dem Papier nicht mit den Top-Modellen mithalten können. Aber er verspricht eine außergewöhnliche Nutzungserfahrung, eine lange Akkulaufzeit und eine robuste Bauweise. Ein Alleinstellungsmerkmal, das in einer Welt voller austauschbarer Smartphones durchaus seine Berechtigung hat.