La Séptima rüstet sich für den DTT-Start: Javier Ruiz übernimmt Schlüsselrolle

Ein Umbruch steht bevor: Der neue spanische Fernsehsender La Séptima bereitet sich auf seinen Start im digitalen terrestrischen Fernsehen (DTT) am 5. November vor und verstärkt sein Team mit namhaften Köpfen. Javier Ruiz, zuletzt als Moderator von „Mañaneros 360“ bei TVE, wechselt zu La Séptima und soll nicht nur vor der Kamera, sondern auch in leitender Funktion als Chefredakteur tätig werden.

Erfahrung aus gemeinsamen Projekten

Ruiz und der Gründer von La Séptima, José Miguel Contreras, kennen sich bereits aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der Cadena SER. Sie hatten zudem bereits in einem gescheiterten Projekt des Medienkonzerns PRISA zusammengearbeitet, das eine neue Fernsehinitiative vorsah. Diese Erfahrung könnte nun von großem Nutzen sein, während La Séptima versucht, sich im hart umkämpften spanischen Fernsehländschaft zu etablieren.

Personalrochade bei TVE und mögliche weitere Zugänge

Personalrochade bei TVE und mögliche weitere Zugänge

Ruiz' Abgang von TVE wirft Fragen auf, insbesondere nach seinem Engagement als Nachfolger von Jaime Cantizano und der Einführung eines deutlich anders gestalteten Morgenmagazins. Sein Programm erfreute sich einer hohen Zuschauerresonanz und setzte sich erfolgreich gegen Konkurrenz von etablierten Sendern wie Antena 3 und Telecinco durch. Auch andere Namen werden im Zusammenhang mit La Séptima gehandelt, darunter Silvia Intxaurrondo, deren Vertrag mit RTVE derzeit Gegenstand von Verhandlungen ist. Contreras, der bereits die Gründung von La Sexta verantwortete, deutete an, dass neben Ruiz auch Intxaurrondo und die SER-Journalistin Àngels Barceló in Betracht gezogen werden.

Neues Konzept für den Informationsbereich

Neues Konzept für den Informationsbereich

Mit dem neuen technischen Plan für den DTT 2025 wird La Séptima als erster neuer nationaler Sender in Spanien seit fast 20 Jahren auf Sendung gehen. Contreras kündigte an, dass das Programmformat von traditionellen Nachrichtensendungen abweichen wird, da er in Zeiten von sozialen Medien eine stärker auf den Live-Bereich ausgerichtete Ausrichtung bevorzugt. Für das Projekt sind Investitionen in Höhe von 20 bis 25 Millionen Euro geplant, mit dem Ziel, mittelfristig mit Sendern wie Cuatro und La Sexta konkurrieren und einen Marktanteil von rund 4 Prozent erreichen zu können. Die Erwartungen sind hoch, und der Start von La Séptima könnte das spanische Fernsehländschaft nachhaltig verändern.