Orange versagt: fußballfans bleiben auf der strecke – und werden knapp entschädigt

Ein bitterer Abend für Fußballfans: Während des hochspannenden Champions-League-Duells zwischen Real Madrid und Manchester City am 11. März kam es bei Orange zu erheblichen Verbindungsabbrüchen. Für viele Zuschauer bedeutete das: Das Spiel verpasst. Jetzt kommt die Entschädigung – und die ist mau.

Die blackout-minute kostete nerven und geld

Die blackout-minute kostete nerven und geld

Die Ausfälle, die bis zu 35 Minuten dauerten, sorgten für einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien. Kunden äußerten ihren Unmut und forderten eine angemessene Entschädigung für die verpassten Momente. Orange, der Anbieter, blieb zunächst stumm. Die Situation eskalierte, als die Kunden begannen, ihren Ärger direkt an Orange zu richten und eine Rückerstattung ihrer Abonnementgebühren verlangten.

Die Reaktion des Unternehmens erfolgte schließlich, wenn auch verzögert. Orange TV-Kunden, die am 11. März bei der Übertragung des Champions-League-Spiels beeinträchtigt wurden, erhalten nun eine finanzielle Entschädigung. Aber Achtung: Es handelt sich nicht um eine sofortige Gutschrift, sondern um eine Anpassung der nächsten Rechnung.

4,13 Euro für 35 Minuten Ausfall? Das ist die spärliche Trostpflaster, die Orange seinen Kunden anbietet. Die Summe entspricht offenbar der Berechnung des Unternehmens anhand der Dauer des Verbindungsabbruchs. Eine Entschädigung, die viele Kunden als ungenügend empfinden werden. Die Nachricht erreichte die Kunden per SMS und E-Mail, in denen Orange sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigt und auf die Gutschrift in der nächsten Rechnung hinweist.

Die Firma betont, dass die Anpassung automatisch erfolgt und keine gesonderte Beanstandung erforderlich ist. Doch die Frage bleibt: Reicht eine Entschädigung von knapp über vier Euro, um den Frust und die verpasste Spannung des Spiels auszugleichen? Die Reaktion der Kunden wird zeigen, ob Orange mit diesem minimalen Angebot die Wogen glätten kann.

Es bleibt abzuwarten, ob die Beschwerden weiter eskalieren oder ob die automatische Gutschrift der nächsten Rechnung für ausreichend Beruhigung sorgt. Fest steht: Orange muss dringend an der Stabilität seiner Infrastruktur arbeiten, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden und das Vertrauen seiner Kunden zurückzugewinnen.